Hauptattraktionen in Norwegen

Norwegen hat allerhand zu bieten und das nicht nur in der Hauptstadt Oslo. Neben der einzigartigen Fjordwelt, die in einem späteren Artikel beschrieben wird, gibt es noch zahlreiche weitere Attraktionen, die sich kein Urlauber entgehen lassen sollte.

Naturattraktionen

Die Stadt Bergen wird von sieben Bergen umgeben. Der Höchste davon ist der Ulriken mit 643 Metern, der Berühmteste ist jedoch ein anderer und zwar der Fløyen. Sein Bergplateau liegt auf 399 Metern und bietet einen spektakulären Blick über die Stadt. Um ganz nach oben zu kommen, kann man die 1918 eröffnete Standseilbahn mit ihren zwei Wagen benutzen, welche Einheimische und Touristen in rund acht Minuten vom Stadtzentrum auf 320 Meter Höhe verfrachtet. Oben angekommen, findet man neben der einmaligen Aussicht zahlreiche Wanderwege vor. Rund 1 Millionen Menschen besuchen den Fløyberg pro Jahr.

Ein weiteres „Naturwunder“ ist der Preikestolen in Südnorwegen in der Nähe der Stadt Stavanger. Im Deutschen bedeutet die Bezeichnung Predigtstuhl und ist eine natürlich entstandene Felsplattform mit einer Größe von 25 Metern auf 25 Metern. Die 604 Meter hohe Felskante fällt dabei senkrecht in den Lysefjord ab und wird jährlich von rund 200.000 Touristen erklettert. Der einzige Zugang zum Plateau führt nämlich über einen 3.8 Kilometer langen Wanderweg, der schon ein bisschen Kondition erfordert. Doch die grandiose Aussicht über den Fjord und die umliegenden Berge entschädigt allemal für die Strapazen. Wer sich dem jedoch nicht gewachsen fühlt, der kann den Preikestolen auch per Boot von unten bewundern.

Neben dem Preikestolen ist der Kjerag, ein bis zu 1020 Meter hohes Felsplateau, eine der Hauptattraktionen der Region am Lysefjord und vor allem bei Basejumpern beliebt. Ein besonderes Fotomotiv ist ein 5 m³ großer Monolith, der in 1000 Metern Höhe über dem Fjord in einer Felsspalte eingeklemmt ist. Der Weg dorthin ist jedoch mühsam, dauert rund 2.5 Stunden und ist nur in den Sommermonaten begehbar.

Der Trollstigen, im Deutschen bedeutet die Bezeichnung Trollleiter, wurde 1936, nach achtjähriger Bauzeit, offiziell für den Verkehr freigegeben und 2012 als Norwegische Landschaftsroute eingeweiht. Er ist Teil der Provinzstraße 63 und befindet sich rund 20 Kilometer südlich von Åndalsnes. Jährlich fahren über eine halbe Millionen Touristen über den Trollstigen, eine nur wenige Meter breite Serpentinenstraße mit 11 Haarnadelkurven und rund 12 Prozent Steigung, die eine Höhendifferenz von 405 Metern überwindet und bis auf 805 Meter ansteigt. In einer Höhe von 700 Metern befindet sich ein Plateau mit Parkplatz. Von dort hat man einen einzigartigen Blick über den Verlauf der Serpentinenstraßen und den Stigfossen Wasserfall.

Museen und Gebäude

Der Vigeland Skulpturenpark in Oslo ist ein Muss für Kulturinteressierte. Dort gibt es, und das ganz umsonst, Hunderte von Skulpturen aus den unterschiedlichsten Materialien zu sehen. Diese wurden vom Bildhauer Gustav Vigeland erschaffen.

Wer mehr über die Wikinger, jene jungen Männer, die es zwischen 800 und 1000 nach Christus zur See zog, um Ruhm und Abenteuer zu erlangen, wissen möchte, der sollte das Lofotr Wikingermuseum in Borg auf den Lofoten besuchen. Zwei verschiedene Ausstellungen sowie ein Kurzfilm laden dazu ein, die damaligen Verhältnisse authentisch nachempfinden zu können.

Die Stabkirche Urnes Lustrafjord gehört seit 1979 zum Unesco-Weltkulturerbe und ist eine der wenigen verbliebenen Kirchen, die komplett aus Holz gefertigt wurden. Von vormals rund 750 Stabkirchen gibt es heute in Norwegen nur noch 33. Die Kirche spiegelt dabei die ursprüngliche Baukunst der Wikinger wider, wobei das Tragwerk aus senkrecht stehenden Masten, den sogenannten Stäben, besteht auf denen wiederum die komplette Dachkonstruktion ruht.