Angeln in Norwegen 


Norwegen gilt neben einigen anderen Ländern als Paradies für Angler und ist daher ein beliebtes und attraktives Ziel für Angelreisen. Zahlreiche Bäche, Seen und Flüsse, aber auch die Fjorde und Meeresküsten laden Einheimische und Touristen gleichermaßen ein, ihrem Hobby nachzugehen. Und wer die norwegischen Umgangsformen beachtet, der hat in freier Natur auch nichts zu befürchten.

Süßwasserangeln

Mehr als 40 verschiedene Arten von Süßwasserfischen finden sich in norwegischen Gewässern. Bekannt sind vor allem die Lachsflüsse Alta, Gaula, Namsen, Orkla, Surna und Suldalslågen. Angeblich soll man dort die größten atlantischen Lachse weltweit vorfinden. Berühmt ist auch der Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt, der Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde erreicht. Hier wurde auch der weltweit schwerste Lachs mit 22.3 Kilogramm gefunden. Dank seines nährstoffreichen Wassers ist der Saltstraumen sehr fischreich. Beeindruckend ist der Strom mit seinen gewaltigen Strudeln aber nicht nur bei Anglern. Beim Lachsangeln sollte man jedoch beachten, dass man dafür nicht nur einen Angelschein benötigt, sondern auch eine staatliche Angelgebühr bezahlen muss. Aber auch Flüsse, in denen keine Lachse anzutreffen sind, sind attraktive Angelgebiete. Hier findet man dann Forellen oder Saiblinge, aber auch Hechte, Barsche, Harre und Felchen.

Küsten – und Meeresangeln

Eine lange Küste, eine große Artenvielfalt und riesige Fische – dies verbindet man unter Anglern mit Norwegen. Die warmen Strömungen des Golfstroms sind dabei besonders wichtig, denn sie bringen eine hohe Dichte an Plankton hervor, die Fischschwärme anlockt. Am Küstenufer stehen in Norwegen zahlreiche attraktive Stellen zur Verfügung, die sich auch vom Boot aus optimal beangeln lassen. Hier haben vor allem Dorsche, Makrelen und Seelachse ihre Reviere. Besonders in den Wintermonaten wird das Angeln zu einem magischen Abenteuer, denn dank der Nordlichter, die den arktischen Nachthimmel erhellen, sind Dunkelheit und Kälte schnell vergessen.

Ein besonderes Erlebnis ist auch das Dorschangeln. Insbesondere von Januar bis März, wenn die Wanderdorsche (Skrei) in riesigen Mengen kommen, um an der Küste zu laichen, ist der eine oder andere Riesenfang möglich. Haupt-Attraktion, sowohl für Hobbyangler als auch für ambitionierte Fischer, ist die WM im Dorschangeln. Diese findet immer im März auf den Lofoten-Inseln statt.

Eisangeln

Auch im Winter bei Eis und Schnee kann man in Norwegen seinem Angel-Hobby nachgehen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist dabei das Eisangeln auf Binnenseen und Gewässern. Allerdings sollte man unbedingt die Sicherheitsmaßnahmen befolgen, denn ganz ungefährlich ist das Eisangeln nicht. Eine gute Ausrüstung ist sehr wichtig, aber auch die Qualität und Dicke der Eisdecke muss unbedingt beachtet werden.